Werkhallentalk bei der SCHÜCO International KG in BielefeldBildung, Ausbildung und Öffnung des Arbeitsmarktes. Bürger und Mitarbeiter diskutieren auf dem Werkhallentalks bei der Schüco International KG über Europäische Politik Berlin/Bielefeld: Über 200 Gäste und die Hälfte der eigenen Arbeitnehmer fanden sich am 06. Mai 2011 zum „Werkhallentalk“ bei der Schüco International KG ein. Mit Vertretern des Europäischen Parlaments und des gastgebendes Unternehmens wurden europäische und wirtschaftspolitische Fragen diskutiert.
Die Veranstaltung bei der Schüco International KG in Bielefeld war die vierte Station der bundesweiten Veranstaltungsreihe „Werkhallentalks - arbeiten im vereinten Europa“. Die Veranstaltung dient dem Dialog zwischen Politik und Arbeitnehmer und soll die regionale Bedeutung europäischer Entscheidungen verdeutlichen. Von Seiten der Schüco International KG hieß Thomas Lauritzen, Direktor Unternehmenskoordination und Pressesprecher, die Teilnehmer herzlich willkommen und betonte die Bedeutung der EU und des Zusammenspiels der „3 B´s“ Bielefeld, Berlin, Brüssel. Zumeist wende man sich in Deutschland nach Berlin und lasse Brüssel außen vor. Dabei vergesse man aber, dass die meisten Gesetze von der EU kommen. Für Schüco sei jedoch gerade die EU der „Heimatmarkt“, 75% der Geschäfte würden innerhalb der EU abgewickelt.
Auf dem Podium boten sich die Mitglieder des Europäischen Parlaments Alexander Alvaro, Elmar Brok, Sven Giegold, die Geschäftsführerin der rege mbH, Margret Stücken-Virnau, sowie Bettina Kraemer, Direktorin der Schüco International KG und Dr. Stephan Koppelberg, Leiter der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn den Teilnehmer als Gesprächspartner an. Herr Dr. Koppelberg lobte als Vertreter der Europäischen Kommission vor allem den positiven Beitrag, den Schüco zur europäischen „Klimastrategie 2020“ mit seinen Produkten leistet. Diskutiert wurden vielseitige Fragen zu wirtschaftlichen und politischen Aspekten. So war etwa die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes und dessen Auswirkung ein Thema. Auch wurde die Frage diskutiert, welche Lehren die EU und ihre Institutionen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise gezogen haben. Eine zentrale Frage, gerade von den zahlreichen jungen Teilnehmern, war, welche Möglichkeiten und Vorteile die EU den Menschen im Bereich Bildung und Ausbildung bieten könne. Auf die Frage eines Auszubildenden nach Sinn und Zweck des Bologna-Prozesses und dessen vermeintlich schlechter Umsetzung erwiderte Bettina Kraemer, dass die neue Studienordnung im Unternehmen Schüco bereits angenommen worden sei. Sie äußerte aber die Empfehlung, nach dem Bachelor-Abschluss erst Berufs-und Auslandserfahrung zu sammeln und gegebenenfalls einen Master-Abschluss anzuschließen, um bestmöglich für den Arbeitsmarkt aufgestellt zu sein. Margret Stücken-Virnau stellte ihre Tätigkeit für schwer vermittelbare Arbeitskräfte vor und verdeutlichte, dass sich die rege mbH um Fördergelder aus EU-Mitteln bemühe, um diese in die Arbeitskräftevermittlung zu investieren. Eine zentrale Frage betraf aus aktuellem Anlass auch den Kernbereich des Unternehmens Schüco: den Energiesektor bzw. die Frage nach Erneuerbaren Energien und die EU-Strategie zur Förderung eines Energiewandels. Alexander Alvaro betonte, dass es heute in Deutschland sicherlich keine Partei mehr gäbe, die ein „weiter so“ befürworte. Im Anschluss an die Veranstaltung vertieften die Gäste im informellen Rahmen die Diskussion über Europa. |

(v.l.r. Hans-Heinrich Sellmann, Elmar Brok, Margret Stücken-Virnau, Alexander Alvaro, Bettina Kraemer, Thomas Lauritzen, Sven Giegold, Dr. Stephan Koppelberg, Stefan Biestmann)